Falasarna - ein Ausflugsführer

Falasarna

 

Falasarna (manchmal auch Phalasarna geschrieben) liegt an der Westküste von Kreta und ist, ähnlich wie Elafonisi, wegen seinen umwerfend schönen Stränden und dem türkis farbenen Meer bei Tagesbesuchern sehr beliebt.

Es besteht aus mehreren verschieden langen Sandstränden, die alle Richtung Westen schauen, was es zu einem wunderbaren Ort für Sonnenuntergänge macht. Das Meer ist in der Regel sehr sauber und hat durch den sandigen Untergrund sehr schöne Farben.

Falls Sie an Archäologie interessiert sind, können Sie auch die Ruinen der befestigten Hafenstadt aus hellenistischen Zeit besuchen. Vor etwa 1500 Jahren wurde Westkreta durch ein Erdbeben gehoben, weshalb sich heute der Hafen etwas landeinwärts befindet.

Entlang der Küste gibt es viel flaches und fruchtbares Land, weshalb in den letzten zwei, drei Jahrzehnten viele Gewächshäuser errichtet wurden. Vor allem von oben betrachtet sieht Falasarna nicht mehr so schön aus, wie es mal war. Aber wenn Sie mal am Strand sind, bemerken Sie sie nicht mehr.

 

Die Hauptattraktion von Falasarna sind die herrlichen Sandstrände, das kristallklare Wasser und der antike Hafen.

Falasarna besteht aus mehreren, verschieden grossen Stränden (siehe Satellitenbild weiter unten). Alle haben feinen Sand und keiner fühlt sich wirklich überfüllt an, selbst an Tagen, wo es sehr viele Besucher gibt, denn sie sind lang und breit.

Wenn Sie nach Falasarna hinunter fahren (vielleicht nach einem Aussichtshalt weiter oben – es gibt zwei Cafés mit Terrassen, die sehr gute Ausblicke bieten), sehen Sie verschiedene Schilder, die zum Strand weisen. Sie können irgendeinem folgen. Nähe Strand gibt es Platz zum Parken. Wenn Sie dann am Strand sind, können Sie entweder die zur Verfügung stehenden Sonnenschirme und Liegestühle benutzen (während der Touristen-Saison) oder auch nicht. Es gibt einen genug grossen Bereich ohne Sonnenschirme, sodass Sie nicht in eine kleine Ecke verbannt sind.

Während der Touristen-Saison gibt es ein paar Restaurants und Cafés direkt am Strand oder in der Nähe, sowie zwei kleine Läden an der Strasse, wo man das Wichtigste findet.

Viele Leute kommen auch nach Falasarna, um die Ruinen vom anktiken, hellenistischen Hafen, der etwas weiter nördlich liegt, zu besuchen. Um dahin zu kommen, müssen Sie bis ganz ans Ende der asphaltierten Strasse fahren, und von da noch etwa 5 Minuten weiter auf einer Schotterstrasse. Es gibt ein Schild, das Sie in diese richtige Richtung weist. Falls Sie es bevorzugen zu Fuss zu gehen, dauert es etwa 15 bis 20 Minuten. Mehr über den Hafen erfahren Sie weiter unten auf dieser Seite.

Die meisten Leute gehen mit ihrem Mietauto nach Falasarna. Die Strasse führt durch den Ort Kissamos (etwa 40 km westlich von Hania) und etwa 10 km weiter zum Dorf Platanos, wo Schilder nach Falasarna zeigen und man rechts abbiegen muss. Eine kleine kurvenreiche Strasse führt hinunter zur Küste und nach Falasarna. Die Fahrt von Kissamos dauert ungefähr 20 Minuten und von Hania eine Stunde.

Während der Touristen-Saison (April bis Oktober) gibt es einen bescheidenen öffentlichen Busservice nach Falasarna. Sehen Sie auf dieser Webseite für mehr Informationen.

Einige kleine Hotels, Studios und Appartements wurden in den letzten Jahren gebaut, aber die Auswahl ist trotzdem relativ begrenzt, sodass es wahrscheinlich besser ist, im Voraus eine Unterkunft zu finden und zu reservieren, falls Sie in Falasarna übernachten möchten.

Falasarna ist während dem ganzen Jahr ein wunderbarer Ort. Was Sie aber vermeiden wollen, sind sehr windige Tage, denn es ist fast nicht auszuhalten, wenn es wirklich fest windet. Es gibt eine lokale Wetterstation, wo Sie die Windverhältnisse nachschauen können, bevor Sie gehen.

Im Sommer ist an den Wochenenden mehr los, da Falasarna auch bei den Kretern sehr beliebt ist. Aber es fühlt sich nie wirklich überfüllt an.

Die archäologische Stätte vom antiken Hafen ist eingezäunt und nur von Dienstag bis Freitag von ungefähr 9 bis 15 Uhr geöffnet.

Wie Phalasarna vielleicht vor2000 Jahren aussah

Die antike Stadt von Phalasarna war bereits in der minoischen Epoche und in der archaischen und klassischen Zeit bewohnt. Sie erfuhr ihre Hochblüte zwischen der Mitte vom 4. Jh. v. Chr. und 67 v. Chr., als sie von den Römern zerstört wurde, sehr wahrscheinlich weil es eine Piraten-Hochburg geworden war. Die Kanäle, die in den befestigten Hafen führten, wurden mit riesigen Steinblöcken versperrt und unpassierbar gemacht. Um 500 n. Chr. (über den Zeitpunkt wird immer noch debattiert) wurde der Westen Kretas angehoben und Phalasarna ist um 9 m gestiegen und der Hafen entfernte sich von der Küste und wurde unter Tonnen von Erdmaterial begraben.

Die allererste Ausgrabung des Hafens begann 1966 und ist immer noch am Laufen und bringt langsam den antiken Hafen, die Stadt und die Nekropole zu Tage.

Phalasarna war eine der mächtigsten Hafenstädte von Kreta in der hellenistischen Periode. Es war eine befestigte Zitadelle nach Süden ausgerichtet. Auf dem Gipfel des Bergrückens oberhalb der Stadt fand man Ruinen eines Tempels, welcher der Göttin Artemis – Diktynna gewidmet war. 550 m der Stadtmauer ist immer noch intakt, an ein paar Stellen verdoppelt, und wird in die zweite Hälfte des 4. Jh. v. Chr. datiert.

Phalasarna hatte einen angeschlossenen Militärhafen, befestigt durch eine Verlängerung der Stadtmauer. Die Hafenbefestigung hatte vier Türme, die mit Mauern und Kais verbunden waren. Der Südost-Turm ist am besten erhalten.

Der Hafen war durch zwei Kanäle mit dem Meer verbunden. Der seichtere Kanal wurde zum Zirkulieren von Meerwasser oder für kleine Boote benutzt. Ausgrabungen haben Quadersteine der Kaimauer mit Anlegepfähle freigelegt. Ein zweites kleineres künstlich angelegtes Becken gegen Norden muss mit dem antiken Werfthafen zu tun haben. Der wurde aber noch nicht ausgegraben. In der Nähe vom zweiten Becken wurde ein Gehsteig, der vom Hafen zum Tempel führt, sowie fünf kleine Zisternen, welche mit den öffentlichen Bädern im 4.-3. Jh. v. Chr. zu tun haben, entdeckt.

Die antiken Steinbrüche liegen im Süden des Hafens (in der Nähe wo der aus Stein gehauene „Thron“ steht). In der Nähe der Steinbrüche steht zudem ein aus Stein gehauenes Aquarium in der Grösse von 25 m².

Die Nekropole befindet sich ausserhalb der Stadtmauer und bedeckt ein grosses Gebiet südlich und östlich vom Hafen. Sie wird in die archaische und hellenistische Epoche datiert. Zu den Gräbertypen gehören Gefässbestattung, Grubengräber, Steinkisten- und Felsengräber.

Sie können hier ein grosses Bild mit Erklärungen über die archäologische Stätte sehen.

Die archäologische Stätte vom antiken Hafen ist eingezäunt und nur von Dienstag bis Freitag von ungefähr 9 bis 15 Uhr geöffnet.

Falasarna ist unter den Schutzgebieten Natura 2000 aufgelistet und ein sehr interessanter Ort für Botaniker, die extra hierher kommen, um Juniperus oxycedrus, Tulipa goulimyi, Centaurea pumilio, grosse Populationen von Pancratium maritimum, Viola scorpiuroides, viele Arten von Orchideen und vieles mehr.


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Fotos von Falasarna

  • Falasarna from above
  • Falasarna from above (with Cape Koutri)
  • A beach in Falasarna
  • A beach in Falasarna
  • Testing the water (in early April - it's still cold)
  • A beach in Falasarna - Sun beds for rent
  • Testing the water (in early April - it's still cold!)
  • Coral sand beach in Falasarna
  • Coral sand in Falasarna
  • Coral sand in Falasarna
  • A beach in Falasarna
  • A beach in Falasarna
  • A beach in Falasarna (winter time)
  • Falasarna beach
  • Falasarna beach
  • Falasarna beach
  • Falasarna beach
  • Falasarna beach
  • Falasarna beach
  • A beach in Falasarna (early morning)
  • A beach in Falasarna (early morning)
  • A beach in Falasarna (early morning)
  • A beach in Falasarna (early morning)
  • A beach in Falasarna in summer
  • A beach in Falasarna in summer
  • Sand dune vegetation in Falasarna
  • Sand dune vegetation in Falasarna
  • Sand dune vegetation in Falasarna
  • Sand dune vegetation in Falasarna
  • Sand dune vegetation in Falasarna
  • Crithmum maritimum near the beach
  • Centaurea pumilio
  • Centaurea pumilio
  • Pancratium maritimum - Sea daffoldil
  • Euphorbia paralias
  • Sign to the harbour of Phalasarna
  • General view of Phalasarna and the acropolis
  • The chapel of Agios Giorgos and the acropolis
  • Remains of a temple on the acropolis
  • The chapel of Agios Giorgos and the acropolis
  • Harbour quay (with the acropolis in the background)
  • Ruin of one of the harbour fortification  towers
  • Ruin of one of the harbour fortification  towers
  • Fortification walls
  • The giant rock-cut 'throne'
  • Rock-cut grave
  • Harbour quay
  • A map of the archaeological site

 

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Crete photo of the day
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